Warum eigentlich in die Sauna?

Männer und Frauen, die mehrmals in der Woche in die Sauna gehen, erleiden einer prospektiven Kohortenstudie in Neurology zufolge seltener einen Schlaganfall.

Bei den Studienteilnehmern, die nur einmal in der Woche die Sauna besuchten, kam es zu 8,1 Schlaganfällen pro 1.000 Personenjahre. Unter den Studienteilnehmern, die 2- bis 3-mal pro Woche saunierten, kam es zu 7,4 Schlaganfällen pro 1.000 Personenjahre und bei den Studienteilnehmern, die auf 4 bis 7 Saunagänge die Woche kamen, waren es nur 2,8 Schlaganfälle pro 1.000 Personenjahre.
Für die häufigsten Saunabesucher war das Risiko um 62 % vermindert. Die Analyse berücksichtigt eine Reihe von Störgrößen wie Alter, Geschlecht, Diabetes, Body-Mass-Index, Blutfette, Alkoholkonsum, körperliche Aktivität und sozioökonomischen Status. Die Assoziation war bei Männern und Frauen gleich stark.
Sauna bathing reduces the risk of stroke in Finnish men and women A prospective cohort study Setor K. Kunutsor, Hassan Khan, Francesco Zaccardi, Tanjaniina Laukkanen, Peter Willeit, Jari A. Laukkanen First published May 2, 2018

Saunieren wird mit einem verminderten Herz-Kreislauf Sterblichkeitsrisiko in Verbindung gebracht.
Nach Berücksichtigung verschiedener Störfaktoren wie Alter, Geschlecht, körperlicher Aktivität, sozioökonomischem Status und dem Vorhandensein einer KHK (Koronare Herzkrankheit) ergab sich folgendes Bild: Männer, die zwei- bis dreimal pro Woche die Sauna besuchten, hatten gegenüber denjenigen mit wöchentlichem Turnus einen Vorteil von 32 Prozent bezüglich der CVD-Mortalität (Herz-Kreislauf Sterblichkeit). Saunabesucher, die vier- bis siebenmal pro Woche schwitzen, reduzieren ihr Risiko gleich um 74 Prozent.

Am besten Sauna und Sport kombinieren

2017 kam eine ähnliche Untersuchung zu dem Ergebnis, dass regelmäßige Saunabesuche und eine allgemein gute Herz-Lungen-Fitness das Risiko senken, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben. Die Kombination aus beiden war dabei effektiver, als nur fit zu sein oder nur regelmäßig zu saunieren. Wer also regelmäßig Sport macht und danach eine Sauna besucht, tut seiner Gesundheit demnach etwas Gutes. (Annals of Medicine: Kunutsor et al., 2017).

Akute Wirkung und Anpassungseffekte bei serieller Saunanutzung

  • Entspannung der Muskulatur, Verbesserung der Dehnbarkeit des Bindegewebes
  • Verringerung der Atemwiderstände, Erweiterung der Bronchien, gesteigerte Sekretion der Schleimhäute im Atmungstrakt
  • Training der Vasomotorik der Hautgefäße mit Veränderung der Reaktionskinetik
  • Normalisierungseffekte von Herzfrequenz, Blutdruck und Sinusarrhythmie (26)
  • Verbesserung der Hautfunktionen
  • Anregung des Immunsystems

Indikationen des Saunabadens

  • Chronische, entzündliche und degenerative Krankheiten am Bewegungsapparat
  • Erkrankungen der Atemwege wie chronische und rezidivierende Infekte der Luftwege, Asthma bronchiale und bronchitisches Syndrom
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Hypertonus (Stadium I-II), Hypotonie, unkomplizierter Herzinfarkt ab der Konvaleszenzphase, periphere Angiopathien (Stadium I-II nach Fontaine), Vasomotionsstörungen
  • Einchogenes Ekzem, Psoriasis, schlechte Wundheilungstendenz
  • Verminderte Infektresistenz
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