Therapie nach Bobath

Krankengymnastik zur Behandlung von zentralen Bewegungsstörungen, nach Vollendung des 18. Lebensjahres nach Bobath

 

Definition:

Krankengymnastische Behandlungsverfahren nach Bobath unter Ausnutzung der natürlich vorhandenen Bahnungs- und Hemmungsmechanismen des Nervensystems. 

 

Therapeutische Wirkung:

  • Hemmung pathologischer Entwicklungen und Bahnung physiologischer Bewegungsmuster
  • Verbesserung der Motorik, Sensorik, Psyche, Sprachanbahnung
  • Ausnutzung der Stimulationsmöglichkeiten (Plastizität) des Gehirns
  • Verbesserung der zentralen Kontrolle

 

Schädigungen/Funktionsstörungen:

  • Spastische Lähmung bei Schädigung des Gehirns oder Rückenmarkes
  • Lähmungen (spastisch, hypoton) in Kombination mit sensiblen Schädigungen bei Schädigung des Gehirns oder Rückenmarks (traumatisch, vaskulär, entzündlich, degenerativ)
  • Koordinationsstörungen, bedingt durch Erkrankung des ZNS
  • Abnorme Bewegungen (mit hyper- oder hypokinetischen Störungen)
  • Komplexe periphere Lähmungen (Plexuslähmungen)
  • Ausgedehnte aktive und/oder passive Bewegungsstörungen als Folge von Polytraumen an zumindest 2 Gliedmaßen oder Rumpf und einer Gliedmaße

 

 

Therapieziel:

  • Verbesserung der Motorik (Normalisierung des Muskeltonus und der Muskelkraft für Fein- und Grobmotorik)
  • Verbesserung von Haltung und Koordination
  • Verbesserung der Sensomotorik
  • Verbesserung der Komplexbewegungen, Bahnung physiologischer Bewegungsmuster
  • Hemmung pathologischer Bewegungsmuster
  • Vermeidung oder Verminderung sekundärer Schäden

 

Leistung:

  • Aufstellen des Behandlungsplanes nach individueller neurophysiologischer Befundung
  • Behandlung entsprechend dem individuell erstellten Behandlungsplan
  • Schulung im Umgang mit Hilfsmitteln
  • Anleitung der Bezugsperson(en) zum Handling und zur notwendigen täglichen Beübung